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MMMM Markus Mittwoch Manuskript Meeting
Markus‘ Mittwoch Manuskript Meeting Autorinninterview mit Christina Maria Huhn  (Autorininterview)

Markus‘ Mittwoch Manuskript Meeting Autorinninterview mit Christina Maria Huhn (Autorininterview)

Mittelhessen ist das Epizentrum des #Selfpublishing … okay, das ist vielleicht ein wenig übertrieben. Klar wusste ich, dass @carolaleipert_autorin schreibt, bevor ich selbst angefangen habe mich selbst als #Autor zu sehen. Auch @andrea_nesseldreher_autorin kannte ich schon vorher, aber #bookstagram und #instabuch ist eine (oft) unkomplizierte Community, bei der man schnell andere #Autor_innen und #buchblogger_innen kennenlernt. Christina ist mir zunächst durch ihr Profil aufgefallen, irgendwann habe ich dann bemerkt, dass sie manchmal von Orten postet, die nicht weit von mir sind.

MARKUS: Hallo, danke, dass du dir die Zeit für die Fragen nimmst.

CHRISTINA: Servus, lieber Markus. Ich fühle mich sehr geehrt, dass du mich interviewen möchtest!

MARKUS: Du betonst in deiner Bio auf deiner Webseite, dass du „Kind zweier Kulturen“ geborgen wurdest und bei deinen (deutschen) Großeltern aufgewachsen bist. Beeinflusst das dein Schreiben?

CHRISTINA: Ich denke nicht.  De facto bin ich zwar sowohl im Geno- als auch im Phänotyp teilweise asiatisch, mein Innenleben ist es allerdings nicht, da ich, wie du eben richtigerweise festgestellt hast, bei meinen deutschen Großeltern aufwuchs.

MARKUS: Deine Vita hat einige Umbrüche gehabt. Verarbeitest du die beim Schreiben?

CHRISTINA: Bezüglich der Auswahl der Orte spielen sie eine Rolle, so finden z.B. die erste Szene aus „Das grüne Symbol“ in einem kleinen Haus in Bad Godesberg und der Schluss im Rahmen des Krämerbrückenfestes in Erfurt statt. Da meine Protas bislang recht junge Leute sind, fließen Erfahrungen aus weiteren Lebensabschnitten (noch) nicht ein.

MARKUS: Erzähle uns doch bitte von „Lichtgestalten“, dass du ja leider nicht so nennen konntest. Worum geht es? Woher kam die Idee? Wie hast du recherchiert?

CHRISTINA: Im Prinzip ist es eine Liebesgeschichte in einem historisch-utopischen Setting. Für die Idee muss ich etwas ausholen, denn an sich stand tatsächlich Tolkiens „Silmarillion“ Pate, auch wenn heutzutage niemand mehr darauf kommen würde. Eigentlich wollte ich im Alter von 16 Jahren eine Märchenserie schreiben, die in einer komplizierten Rahmenhandlung (Prota, Mutter, Großmutter, Urgroßmutter …) eingebettet werden sollte. Es ist lediglich eine dieser Rahmenhandlungen übrig geblieben: Die einstige innerste Schale um die Märchen-Nuss wurde zum Herzstück der Erzählung. Die Märchen selbst sind gänzlich entfallen. Die Figur des Hédrian wurde vom Märchenerzähler zum Mentor. Bezüglich der Recherche insbesondere zur damaligen Welt ist diese ein Mix aus Aussagen von Zeitzeugen und vielen Suchen auf Wikipedia, z.B. ob Telegrafie in Indien 1907 bereits möglich war. Was die Schifffahrttsroute der „Stolz von Preußen“ angeht, habe ich einen historischen Schifffahrts-Verein angeschrieben, wo man mir jedoch leider nicht helfen konnte.

MARKUS: Wie bist du beim Weltenbau vorgegangen? Hast du dir so etwas wie eine eigene Enzyklopädie deiner Welt angelegt?

CHRISTINA: Nein, es war nicht nötig, denn Cóno-Aleea ist nur eine kleine Insel, die ich deutlich vor meinem inneren Auge sehe. Es ist für mich ähnlich, wie ich z.B. den Bodensee aus dem Stegreif beschreiben kann.

MARKUS: Was hat dir beim Buch Schreiben und Veröffentlichen weniger gefallen, als du es erwartet hast?

CHRISTINA: Als SP stehe mit dem Marketing alleine da. Da das Buch ein No-Budget-Buch ist, empfinde ich es vom Prinzip als irrwitzig nun Geld in die Werbung zu investieren, zumal die Verdienstmargen bei Buchverkauf für mich als Autorin lächerlich sind. Hilfreich ist es, dass ich nicht verkaufen muss, denn mir ist nur wichtig, dass ich diese Geschichte aus meinem Inneren herauslassen und anderen Menschen zugänglich machen konnte.

MARKUS: Und nun die Gegenfrage: Was hat dich positiv überrascht? Was fiel dir leichter, als du es erwartet hättest?

CHRISTINA: Das Veröffentlichen per se war mit dem Verlagshaus Tredition wirklich einfach.

MARKUS: Wirst du bei der Buchmesse in Frankfurt zu treffen sein? Falls ja: Wo?

CHRISTINA: Nein, ich plane erst einmal keine Präsenzen auf Messen, weder als Besucher noch als Aussteller.

MARKUS: Was kannst du zu deinem aktuellen Projekt erzählen?

CHRISTINA: Ich arbeite an einem Entwicklungsroman, der in der klassischeren Fantasy zu Hause sein wird. Protagonistin ist eine tollpatschige und unsichere Teenagerin.

MARKUS: Welches Buch hättest du gerne selbst geschrieben?

CHRISTINA: „Drachentrommeln“ von Anne McCaffrey. Ich glaube, dieses Buch hat mich zum ersten Mal völlig in die Faszination fremder Welten gezogen und mein literarisches Zuhause im Genre der Fantas begründet.

MARKUS: Hast du Schreibroutinen? Wie planst du deine Schreibzeit mit Familie und anderen Hobbies?

CHRISTINA: Ich habe keine Routinen, ich schreibe, wann immer Zeit ist. Dabei ist Zeit exakt der Artikel, der mir ständig fehlt.

MARKUS: Hast du einen festen Schreibplatz?

CHRISTINA: Ja, mein Schreibtisch. 

MARKUS: Mit der Hand? Schreibmaschine oder Computer?

CHRISTINA: Am Desktop, am liebsten mit Musik. Ich liebe Melodic Techno und höre DJ Sets. Z.B. „Worakls“ finde ich sehr angenehm.

MARKUS: EBook oder eines aus Papier?

CHRISTINA: 25 Bananenkisten voller Bücher und ein voller 7,5-Tonner haben mich beim letzten Umzug überzeugt, dass nur noch eBooks ins Haus kommen, denn die wiegen nichts und brauchen keinen Platz.

MARKUS: Welches Buch hast du als Letztes gelesen?

CHRISTINA: „Highland Love“ von Jessie Coe.

MARKUS: Welches Buch hast du nicht fertiggelesen?

CHRISTINA: „Sophies Welt“ von Gaarder. Allerdings ist dies über 25 Jahre her. Das Buch wurde zu jener Zeit auf allen Kanälen gehypt. Ich hingegen konnte überhaupt nichts damit anfangen. Vielleicht wäre es heute anders.

MARKUS: Abschließende Worte?

CHRISTINA: Vielen lieben Dank für das Interview. Ich finde es ganz toll, dass du im Vorfeld über mich recherchiert und deine Fragen so gezielt gestellt hast und danke dir für deine Mühe. Ich wünsche dir selbst viel Erfolg und eine Menge tolle Leser. Dein Buch „Ohne Strom“ steht längst in meinem virtuellen Stapel ungelesener Bücher!

Webseite: https://www.christina-marie-huhn.de/
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#christinamariehuhn #dasgruenesymbol

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