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MMMM Markus Mittwoch Manuskript Meeting
Markus Mittwoch Manuskript Meeting Autorininterview mit Caroline Krieger

Markus Mittwoch Manuskript Meeting Autorininterview mit Caroline Krieger

Beim Schreiben habe ich den Trend, Sachen kaputtzumachen und Menschen in ausweglose Situationen zu bringen. Eine Testleserin hat mich letztens auch gefragt, ob ich überhaupt gut schlafen könnte und nicht ständig Albträume habe. Caroline ist eine Autorin, die, zumindest bisher, eher einen anderen Bereich abdeckt und zusätzlich ihre Affinität für Pferde in ihre Romane einfließen lässt. Das Genre Romantik selbst ist allerdings wieder hart umkämpft. Zwar gibt es viele Leserinnen, aber es gilt wohl seine Nische zu finden.

MARKUS: Hallo, danke, dass du dir die Zeit für die Fragen nimmst.

CAROLINE: Ich danke dir, lieber Markus, für diese Möglichkeit ☺️

MARKUS: Anfang des Jahres hast du dir Goals für 2021 gesetzt. Teil zwei von „Mit Herz und Huf“ fertigstellen hat geklappt. Auch „weniger Handy“ und „mehr Zoobesuche mit den Kids“?

CAROLINE: Ja und Ja. Auch wenn „weniger Handy“ wirklich schwierig ist, wenn man einen Instagram-Account füttern muss und auch zwischendurch auf dem Handy an den Manuskripten arbeitet. Thema Zoo: Wir haben eine Jahreskarte zu Weihnachten bekommen und waren erst gestern wieder im Zoo Neuwied.

MARKUS: Erzähle uns bitte von „Mit Herz und Huf“.

CAROLINE: „Mit Herz und Huf“ ist ein Herzensprojekt. Auch wenn der Titel erst wenige Wochen vor Veröffentlichung feststand. Vorher hatte das Buch nur einen Arbeitstitel. Die Idee entstand bei meinen langen Autofahrten zur Arbeit, während ich Musik hörte. Immer wieder formten sich Szenen und Ideen, die ich nach und nach aufschrieb und plötzlich stand die Idee für den Plot. Als würde die Musik die Geschichte formen.

MARKUS: Ich habe es in der Einleitung geschrieben: Romance ist ein Genre, das wohl ähnlich „voll“ ist, wie „Krimi“. Wie hast du dir deine Nische geschaffen, in der du sichtbar bist?

CAROLINE: Ich denke, „die Nische“ gibt es nicht. Entweder gefällt den Leuten dein Schreibstil und die Idee, oder halt eben nicht. Ich denke, da bei mir auch Familie und Freundschaft mit im Vordergrund steht, ist es kein reiner Liebesroman. Vielmehr geht es auch um die Liebe untereinander und auch die Liebe zu den Tieren.

MARKUS: Wie viel Caroline steckt in „Mit Herz und Huf“? Verarbeitest du auch deinen Reitunfall? (An der Stelle dürfte offensichtlich sein, dass ich deine Romane bisher nicht gelesen habe, sie sind aber auf meinen SuB, wird allerdings noch eine Weile dauern. Falls du den Reitunfall verarbeitest, bitte die Frage anpassen!)

CAROLINE: Eigentlich lebe ich so eher den Traum vom Reiten wieder aus. Marie ist furchtlos und setzt sich auch nach einem Sturz wieder auf das Pferd. Irgendwann ist es bei mir auch wieder so weit. Zurzeit liegt es tatsächlich eher an der Zeit als an der Angst. Ich hoffe, ich kann es im nächsten Jahr wieder angehen.

MARKUS: Habe ich das auf dem einen Bild richtig gesehen? Du gehörst zur Fraktion „Butter unter Nutella“? ????

CAROLINE: Definitiv. Ich mache überall Butter drunter. Butter unter Mettwurst, Butter unter Marmelade, Butter unter Frischkäse, oder wie meine Tochter sagt: Käsebutter

MARKUS: Hast du von Anfang an eine Trilogie geplant oder hat sich das so ergeben?

CAROLINE: Es war ein Selbstläufer. Das Ende war eigentlich anders geplant. Dann wurde die Szene länger, der Handlungsstrang kam hinzu. Ich musste mir ein Ende setzen, sonst wäre es eine Never-Ending-Story gewesen. Also gibt es einen größeren Handlungsstrang, der immer wieder in den ersten beiden Teilen auftaucht, mal mehr oder weniger und im dritten Teil dann eskaliert. Und jedes Buch für sich eine eigene Hauptstory.

MARKUS: Ich erinnere mich sehr gut daran, das letzte Wort des letzten Satzes, des letzten Absatzes meines ersten Romans geschrieben zu haben (und das seltsame Gefühl dabei). Von der Idee bis zur Veröffentlichung: Was war für dich ganz anders, als erwartet? Gab es Sachen, mit denen du nicht gerechnet hast?

CAROLINE: Zuerst hatte ich nur geschrieben, damit die Idee aus meinen Kopf kam. Angefangen habe ich 2017 mit dem Buch. Dass ich veröffentlichen werde, war Anfang 2020 erst eine Überlegung und im Sommer habe ich dann gesagt: Ok, dieses Jahr noch. Dass ich so viele tolle Rückmeldungen bekomme, habe ich ehrlich gesagt nicht mit gerechnet. Auch die Unterstützung von Freunden und Bekannten war außergewöhnlich. Und als dann die Anfrage von der Zeitung dieses Jahr kam, war ich sehr überrascht. Ich sehe mich ja eher als kleines Licht im großen Autorenpool.

MARKUS: Was war für dich der schönste Moment nach der Veröffentlichung?

CAROLINE: Puh … Die ersten Rezensionen, also auch die negativen. Denn daraufhin habe ich das Buch nocheinmal überarbeiten lassen. Und das ich direkt mit dem zweiten Teil starten konnte.

MARKUS: Was kannst du zum Projekt nach dem dritten Teil von „Mit Herz und Huf“ erzählen?

CAROLINE: Oh, das Buch spukt mir schon lange im Kopf herum. Und dank des Schreibwettbewerbs von Piper habe ich mich auch dran gesetzt. So viel kann ich verraten – Das Setting ist in Nashville.

MARKUS: Welches Buch hättest du gerne selbst geschrieben?

CAROLINE: Das ist die Frage, über die ich am längsten nachgedacht habe. Wieso hätte ich ein anderes Buch schreiben sollen? Ich würde mir nicht anmaßen, es besser zu schreiben. Und Erfolg ist nicht alles. Aber wenn ich die Idee für Harry Potter gehabt hätte … Ich hätte es genauso geschrieben.

MARKUS: Hast du Schreibroutinen? Wie planst du deine Schreibzeit mit Familie und anderen Hobbies?

CAROLINE: Meine Schreibzeit ist abends, sobald die Kinder schlafen. Oder auch mal während des Mittagsschlafs. Neben dem Schreiben gehe ich einmal die Woche zur Musikprobe im Spielmannszug. Aber da bin ich früh genug wieder zu Hause, so dass ein paar Wörter immer noch eingetippt werden können. Ein Träumchen wäre ein ganzer Tag zum Schreiben. Ganz alleine. ????

MARKUS: Hast du einen festen Schreibplatz?

CAROLINE: Och, eigentlich nicht. Meist schreibe ich abends auf dem Sofa, im Sommer gerne auf der Terrasse. Ab und zu am Küchentisch. Wo ich gerade bin und Zeit habe.

MARKUS: Mit der Hand? Schreibmaschine oder Computer?

CAROLINE: Auf dem IPad. Die Nachbearbeitung mache ich am Laptop. Mittlerweile habe ich die vierte Bluetooth-Tastatur. Mal sehen wie viele Bücher die so schreibt.

MARKUS: Schreibst du mit Musik oder muss es still sein? Falls mit: welche?

CAROLINE: Gerne mit Musik. Hauptsächlich läuft bei mir Country Musik. Am liebsten von Spencer Crandall und Levi Hummon. Aber auch Queen taucht auf meinen Playlists auf. Wenn ich abends alleine bin, läuft auch nebenbei der Fernseher mit Bones – die Knochenjägerin

MARKUS: EBook oder eines aus Papier?

CAROLINE: Wenn ich die Wahl habe, immer gedruckt. Aber ich mag auch gerne Ebooks. So habe ich immer ein Buch dabei. Die Auswahl ist auch größer. In meinem Bücherregal stehen tatsächlich nur meine Lieblingsbücher.

MARKUS: Welches Buch hast du als Letztes gelesen?

CAROLINE: Angefangen habe ich die „Lockwoods Magic University“ von Susanna Schober, zu Ende gelesen habe ich „Der Wille der Göttinnen“ von Grace Franki. Wie man sieht, momentan nur Selfpublisher ????

MARKUS: Welches Buch hast du nicht fertiggelesen?

CAROLINE: Ich habe bisher alle Bücher zu Ende gelesen, die ich angefangen habe. Egal wie „schlecht“ (liegt ja auch im Auge des Betrachters) waren. Habe immer die Hoffnung, dass es vielleicht doch noch gut wird.

MARKUS: Abschließende Worte?

CAROLINE: Poesiebuchfloskel? Träume nicht dein Leben – lebe deinen Traum. Scherz beiseite. Ich bin wirklich dankbar für die Erfahrungen, die ich im letzten Jahr machen durfte und auch die Leute, die ich kennengelernt habe. Außerdem habe ich viele tolle Bücher gefunden, die ich sonst nie gelesen hätte. Selfpublisher fallen bei vielen Bloggern und Buchhandlungen noch oft durchs Raster. Rede mir bei meiner lokalen Buchhandlung auch den Mund fusselig. Erst durch die Zusammenarbeit und den Zusammenschluss von Autoren bekommen wir mehr Aufmerksamkeit. Obwohl ein Verlagsvertrag auch ganz nett wäre. Jedoch nicht hauptsächlich. Das schöne am Selfpublishing ist die Unabhängigkeit und die Entscheidungsfreiheit. Den einzigen Druck, den ich habe, ist der, den ich mich selber mache. ☺️

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