MMMM Markus Mittwoch Manuskript Meeting
Markus‘ Mittwoch Manuskript Meeting mit Manuel Strack (Autoreninterview)

Markus‘ Mittwoch Manuskript Meeting mit Manuel Strack (Autoreninterview)

„Das Cover erzeugt Aufmerksamkeit“, bekommt man als Autor immer wieder erklärt. Manuel fiel mir mit dem Cover zu seinem Roman „Konstruktion einer Liebe“ auf. Satte Farben, eine Herzmaschine, da muss ich mir dann doch mal den Klappentext anschauen. Ein Mann der Liebesromane schreibt? Das ist Manuel auch aufgefallen und nutzt den Hashtag #auchmännerschreibenliebesromane

MARKUS: Hallo, danke, dass du dir die Zeit für die Fragen nimmst.

MANUEL: Dankeschön, dass ich deine Fragen beantworten darf. Ich rede ganz gerne über mich selbst. Jetzt habe ich gleich eine meiner Schwächen verraten.

MARKUS: Okay, ich kann mir die Frage nicht verkneifen. Wieso Liebesromane?

MANUEL: Als Leser reißen mich Liebesgeschichten mehr mit als Thriller, Krimis oder Horrorgeschichten. Da lag es also nicht fern, dass ich bei diesem Genre landete. Neben der Liebe interessieren mich auch generell zwischenmenschliche Beziehungen.

MARKUS: Beim Lesen von „Jasmin verzweifelt gesucht“ musste ich ein wenig an Tommy Jaud denken. Passt der Vergleich für dich?

MANUEL: Volltreffer! Oder, erwischt! Die Idee, eine romantische Komödie mit einer etwas verpeilten männlichen Hauptfigur zu schreiben, die hatte ich tatsächlich nach dem Lesen von Tommy Jaud Büchern.

MARKUS: Sind deine Frauenfiguren Fiktion oder eine Ode an verschiedene Frauen, die du kennengelernt hast?

MANUEL: Sie sind eine Mischung aus mehreren Frauen, die ich kenne, aber beinhalten auch eine ganze Menge Fantasie. Irgendwo habe ich es schon mal verraten, deshalb verheimliche ich es hier auch nicht, die Szene aus „Jasmin, verzweifelt gesucht!“, in der Kneipe, wo Nick Jasmin kennlernt, die habe ich selbst fast 1:1 so erlebt. Der Rest des Buches ist allerdings Fiktion. Meine Lieblingsfigur ist weder Liliana aus „Konstruktion einer Liebe“, noch Jasmin aus den Jasmin Büchern, sondern Kim aus selbigen Bänden. Sie ist rein meiner Fantasie entsprungen. Vielleicht eine Traumfrau ….

MARKUS: Magst du ein wenig zu deinem nächsten Projekt erzählen?

MANUEL: Aktuell arbeite ich an zwei verschiedenen Projekten, in denen mein Heimat-Kontinent Afrika etwas Raum bekommt. Einmal wäre da die Fortsetzung zu „Konstruktion einer Liebe“. Darin schicke ich Liliana, meine Hauptfigur, als Entwicklungshelfern nach Südafrika. Das Buch hat auch schon einen Titel: Auslandseinsatz einer Liebe. Das andere Buchprojekt erzählt die Familiengeschichte dreier recht unterschiedlicher Geschwister. Der älteste, Ralf, hatte bereits eine kleine Rolle in „Jasmin, verzweifelt gesucht!“. Er ist dort der Barmann. Seine Schwester Bianca ist nach Namibia ausgewandert und Harald, der jüngste Bruder, hat den väterlichen Betrieb übernommen, ein mittelständisches Kältetechnik Unternehmen. Arbeitstitel: Schockfrost.

MARKUS: Welches Buch hättest du gerne selbst geschrieben?

MANUEL: Da gebe es einige. Ganz spontan würde ich sagen „Es ist so einsam im Sattel, seit das Pferd tot ist“ von Selim Özdogan. Das Buch hat auf Amazon gar nicht mal so tolle Bewertungen, ich halte es jedoch einen ganz großartigen Liebesroman und hab es schon mehrmals gelesen. Macht immer wieder Spaß und es ist geleichzeitig auch so wunderschön traurig.

MARKUS: Würdest du gerne mit einem anderen Autor einen Roman schreiben? Falls ja: wenn du freie Auswahl hättest: mit wem?

MANUEL: Ich hatte schon mal das Glück, mit anderen Autoreninnen und einem Autor (@dasschreibkollektiv) ein Buch zu schreiben. Zwölf Autoren waren an dem Buch „Wenn wir uns sehen könnten“ beteiligt. Meine Wahl, wenn ich nur einen Autor oder Autorin wählen soll: Alexandra Leo ( @leobooklove ). Sie hat noch nichts veröffentlicht, ihr Debütroman befindet sich derzeit im Lektorat. Ich war Testleser für das Buch und habe auch Auszüge aus einem weiteren Projekt von ihr lesen dürfen. Ich liebe ihren Schreibstil, ihr Wortwitz bringt mich regelmäßig zum Lachen. Dazu ist sie einfach eine super sympathische Autorin.

MARKUS: Hast du Schreibroutinen? Wie planst du deine Schreibzeit mit Familie und anderen Hobbies?

MANUEL: Ich habe keine, sollte mir aber vielleicht eine zulegen. Meine drei bisherigen Veröffentlichungen entstanden alle in einer Zeit, in der ich mir eine Auszeit vom Berufsleben gönnte und nur nebenbei etwas selbstständig gearbeitet habe. Seit zwei Monaten habe ich wieder einen Vollzeitstelle und ich merke, ich komme kaum zum Schreiben. Ich bin leider keine Nachteule. Ich schreibe am besten vormittags. Zu der Zeit sitze ich allerdings inzwischen wieder in einem Büro.

MARKUS: Hast du einen festen Schreibplatz?

MANUEL: In der Regel ist es mein Schreibtisch. Ich schreibe aber auch immer mal wieder in Cafés.

MARKUS: Mit der Hand? Schreibmaschine oder Computer?

MANUEL: Ausschließlich auf dem Laptop. Ich kann meine eigene Handschrift kaum lesen. Auch ist handschriftlich meine Kreativität gehemmt. Ich muss jeden Satz drei Mal anfangen. Auf dem PC kein Problem, auf Papier wäre das ein Kuddelmuddel an durchgestrichenen Worten und Sätzen.

MARKUS: Schreibst du mit Musik oder muss es still sein? Falls mit: welche?

MANUEL: Manchmal mit Musik, aber beim Schreiben geht es nur instrumental. Texte lenken mich ab. Meistens Jazz, manchmal auch Klassik oder elektronische Musik, bevorzugte Stilrichtung: Berliner Schule.

MARKUS: EBook oder eines aus Papier?

MANUEL: EBook. Ich komme recht wenig zum Lesen, nutze oft Bahn- und Busfahrten zum Lesen und da kommt mein Kindle zum Einsatz. Meine eigenen Bücher habe ich bisher auch nur als EBooks veröffentlich. Wenn ich mal die Zeit finde, dann veröffentliche ich sie aber auch noch auf Papier.

MARKUS: Welches Buch hast du als Letztes gelesen?

MANUEL: Ich habe in letzter Zeit einige Bücher testgelesen. Das letzte, bereits veröffentlichte Buch, das ich las war „Wie warmer Juliregen“ von Sandra Andrés ( @sandra_andres_autorin ). Sehr zu empfehlen, übrigens.

MARKUS: Welches Buch hast du nicht fertiggelesen?

MANUEL: Ziemlich viele. Wenn mir ein Buch nach dem ersten Drittel nicht gefällt, dann zwinge ich mich auch nicht zum Weiterlesen. In der Regel passiert das, wenn mir keine der Figuren sympathisch ist. Ich muss mich immer ein bisschen mit den Figuren identifizieren können.

MARKUS: Abschließende Worte?

MANUEL: Auf dem Selfpublishermarkt gibt es wirklich ganz tolle Bücher. Das sage ich jetzt nicht, weil ich zu dieser Autorengattung gehöre, nein, mich haben wirklich viele Bücher begeistert, die in Eigenregie herausgebracht worden sind.

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