Tempus fugit: Schwarz Weiß, Bunt, Stereo, Flach, 3D?

Vorletztes Wochenende war eine Zäsur. Mit dem Frühjahr kommt der Drang zum Platz machen und man macht dann endlich mal Sachen, die man schon lange vor sich hergeschoben hat. Und manchmal trifft man auch spontane Entscheidungen. Schon seit einer Weile stand mein alter Fernseher  in einer Abstellkammer, eigentlich nur als Ersatz, verwendet wurde er schon lange nicht mehr. Ich bin zwar nicht ganz überzeugt von „was man zwei Jahre nicht gebraucht hat kann weg“ (über den Zeitraum kann sicherlich auch gestritten werden), aber eigentlich war mir klar: diesen Fernseher brauche ich nicht mehr, also muss er weg. Wo ich dann schon gerade dabei war, habe ich weitere Elektrik und Elektronik eingesammelt: zwei 17 Zoll Monitore, 3 PC-Gehäuse (Tower), einen Lichtschlauch, zwei Autoradios und noch ein paar Lampen.

Seit dem ist unser Haushalt Röhrenfrei. Wobei, nein, ich habe ja noch die Röhrenverstärker, also haben wir einen Bildröhrenfreien Haushalt. Im Gegensatz zu meinen Eltern gehöre ich zu einer Generation, die komplett mit einem Fernseher im Haus aufgewachsen ist (okay, nicht jeder schaut TV und es gibt auch heute noch Haushalte in Deutschland, in denen es keinen Fernseher gibt) und trotzdem hat sich das Medium in den letzten 30 Jahren (so lange müsste ich auch etwa einen eigenen Fernseher haben) irgendwie schon geändert.

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Strange Days have found us

Sneak Previews sind eine Möglichkeit Filme zu sehen, die man sich sonst vielleicht nicht angesehen hätte. Das muss nicht immer ein positives Erlebnis sein, beim Film „Strange Days“ von Kathryn Bigelow jedoch war ich mehr als angenehm überrascht.

Das Genre liegt irgendwo zwischen Film Noir und Sience Fiction, wobei der Film nur wenige Jahre in die Zukunft gelegt wurde. Veröffentlicht 1995 spielt der Film zur Jahrtausendwende. Das Set-Design hatte also die Aufgabe nur wenige Jahre vorweg zu greifen, sieht man mal von der SQUID-Technik ab. SQUID, das ist ein System, mit dem man quasi Sinneseindrücke auf eine MiniDisc aufnehmen kann und diese lassen sich später wieder abspielen.

Protagonist ist der Ex-Cop Lenny Nero (Ralph Fiennes), der mit SQUID-Clips dealt und seiner verflossenen Liebe Faith (Juliette Lewis) hinterher trauert und rennt. Vor dem Hintergrund drohender Rassenunruhen entwickelt sich eine rasante Geschichte, die ihren Climax bei der Silvesterfeier 1999/2000 hat.

SPOILERHINWEIS: im Bericht gehe ich auf verschieden Szenen des Films ein, wer ihn also noch gerne sehen will… kommt später zum lesen wieder. „Strange Days have found us“ weiterlesen