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Der Spiegel Online, die Android App, die iOS App, die mobile Webseite

iPhone 4 iOS 4.x vs. Samsung Galaxy 3 i5800 Android 2.x - Teil 8

Mein Großvater war und mein Vater ist Der Spiegel Leser. Das ist sicherlich nicht ungewöhnlich, aber speziell das Bild meines Vaters der Montags Abend im Wohnzimmer in der neuen Ausgabe las habe ich sehr gut in Erinnerung, bei meinem Großvater muss ich mich dann eher auf die Berichte meines Vaters verlassen. Das Nachrichtenmagazin ist wohl aus der deutschen Nachkriegspresselandschaft nicht mehr weg zu denken. Herr Augstein und seine Redaktion haben unter anderem durch das Aufdecken einiger politischer Affären massiv auf die öffentliche Meinungsbildung Einfluss gehabt. Adenauer warf dem Spiegel Landesverrat vor und Strauß verglich ihn mit der Gestapo und Herbert Frahm nannte ihn einfach nur „Scheißblatt“.

Ende der 80er schaffte das Magazin dann mit Spiegel TV dann den Sprung ins Fernsehprogramm und seit 1994 gibt es den Spiegel Online und war damit weltweit das erste Nachrichtenmagazin im Internet.  Zuerst wurden nur ausgewählte Artikel Online gestellt, später wurde das Angebot um aktuelle Berichte erweitert und auf einen gorßen Teil der Printausgabe kann man kostenlos zugreifen. Neben dem E-Paper gibt es mittlerweile auch eine sehr gut gestaltete Mobilversion der Webseite und nachdem iPhone Besitzer schon einige Zeit eine ansprechende App zur Verfügung haben, ist „Der Spiegel Online“ (SPON) nun auch als Android-App erhältlich.

Der Spiegel Online - Apps für Android und iOS

SPON Apps für Android und iOS

Beide Apps sind werbefinanziert, wobei ich diese als eher unaufdringlich bezeichnen würde (zwar ganzseitig beim Programmstart, aber danach ist sie mir noch nicht wirklich aufgefallen). Nach dem Start präsentiert sich die Eingangsseite, in der Titelleiste gibt es neben dem SPON-Logo ein „Neu Laden“ und ein „Suchen“ Icon. In der unteren Leiste gibt es Icons für die „Home“-Seite, die Rubriken , „Pack & Go“, „Senden“ und „Flip“. Im Gegensatz zu den beiden Icons in der Titelseite sind diese auch beschriftet, was wohl speziell bei „Rubriken“ und „Pack & Go“ Sinn macht.

Auf der eigentlichen Seite wird dann der Top-Artikel aus jeder Rubrik angeboten, im Gegensatz zur regulären SPON-Seite beschränkt man sich aber auf die Schlagzeile und den Untertitel, teilweise mit Bildern versehen. Der erste Abschnitt der Seite wird mit Börseninfos und Videos abgeschlossen.

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Hohlspiegel - Die besten Fundstücke 

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„Hohlspiegel“ – das sind kuriose Fundstücke sprachlicher Entgleisungen aus Zeitungsberichten, Gebrauchsanweisungen, Annoncen, Gerichtsurteilen. Da berichtet eine Zeitung über ein „herrliches Ski-Wochenende mit zwei tödlichen Unfällen“, ein Verein begrüßt seine „lieben Mitgliederinnen und Mitglieder“, ein Restaurant wirbt mit fangfrischem „Grünkohl aus der Nordsee“ … Dieses Buch versammelt die schönsten Ausrutscher der letzten Jahre – „für Irrtümer alle Rechte vorbehalten“.

SPON Apps: Werbefinanziert

Eine Videonachrichtensammlung, der Zugang zur „Seite 2″ (Das Beste aus 24 Stunden) und das Wetter komplettieren den mittleren Block, danach folgen die einzelnen Rubriken mit jeweils 4 Nachrichten und dem obligatorischen „Mehr Artikel …“ Link. Der Satireabschnitt „SPAM“ schließt die Rubrikenübersicht, bei der iPhone-App folgt ein Link zum einem Bericht über das ePaper des Spiegel, der als App für iOS kostenlos verfügbar ist (die einzelnen Ausgaben sind aber kostenpflichtig und kosten jeweils Euro 3,99 (gegenüber 3,80 bei der Printausgabe), der Spiegel beruft sich darauf das man den Preis bei iTunes nicht frei bestimmen könne). Bei der Android App gibt es diesen Link nicht, was sicherlich daran liegt das es einen entsprechende App (noch) nicht gibt. Falls es sie geben wird, darf man sicherlich auf den Preis der einzelnen Ausgabe gespannt sein.

 

SPON - Mobile Version - Startseite

SPON - Mobile Version - Startseite

 

SPON - Android App - Splashscreen

SPON - Android App - Splashscreen

 

SPON Apps: Pack & Go

Am Ende der Seite gibt es noch einen Umschalter für die Ansicht: kompakt (wie eben beschrieben, nur die Schlagzeile) oder klassisch, mit dem Vorspanntext. Mit „Flip“ gelangt man auf die bereits erwähnte „Seite 2″, „Pack &  Go“ öffnet eine Liste heruntergeladener Berichte (hat man einen Artikel offen wird das herunterladen und „einpacken“ und das Anzeigen der Liste angeboten), „Rubriken“ ist eine übersichtliche Liste der einzelnen Ressorts und „Home“… richtig erraten… führt wieder auf die Startseite.

Auf meinem iPhone geht das Scrollen etwas sanfter als beim Galaxy 3, das dürfte aber am (bereits in anderen Artikeln der Serie besprochnenen) Preisunterschied der beiden Geräte liegen. Auf der Startseite und der Rubrikenübersicht ist der Android-Menu Knopf ohne Funktion. Dreht man die Smartphones wechselt die Ansicht auf „Breitbild“, speziell beim Bilder anschauen sehr praktisch. Bei beiden ist die Statusleiste (Netzstärke, Akkuzustand, WLAN etc) sichtbar, beim iPhone scrollt die Ansicht beim Tippen darauf ganz nach oben. Das Android scheint beim drehen den Inhalt jedesmal neu zu laden oder das Rendern dauert einfach länger.

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Was wir heute wissen müssen 

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„Aber was ist wirklich wissenswert? SPIEGEL-Redakteure und Wissenschaftler geben im neuen SPIEGELBuch „Was wir heute wissen müssen“ antworten auf diese Frage. Sie beschreiben, was in den Bereichen Politik, Geschichte, Naturwissenschaften, Wirtschaft und Kultur zum Allgemeinwissen zählen sollte.“ — DER SPIEGEL, 04.04.2011, Hausmitteilung

SPON Apps: Usability

Fängt man in einem Bericht mit dem Scrollen an, verschwinden Titel und Iconzeile, es entsteht dadurch mehr Platz für den Inhalt. Tippt man einmal auf den Bericht oder erreicht den Anfang oder das Ende, werden die beiden Leisten wieder eingeblendet. Das ist sehr gut durchdacht und ein schönes Beispiel für Usability. Ist man in der Berichtsansicht wird auch der fünfte Button in der Iconzeile aktiv: „Senden“ erlaubt das posten des Artikels auf Facebook (beim iPhone wird die entsprechende App geöffnet, auf dem Android habe ich diese derzeit nicht installiert, es öffnet sich aber ein Popup), das Twittern (auch hier öffnen sich die entsprechenden Apps, im Textfeld steht dann eine Kurz-URL http://spon.de/[xyz]), eMail  und mit Feedback wird eine E-Mail mit dem Empfänger spon_netzwelt@spiegel.de geöffnet.

 

SPON - iOS App - Startseite

SPON - Android App - Startseite

 

SPON Apps: Fotostrecken

Tippt man in einem Bericht auf das „Flip“-Icon öffnet sich eine Themenseite, zu dem der jeweilige Bericht zugeordnet ist. Ist dem Bericht eine Fotostrecke zugeordnet, lässt die sich im Bericht durch einfaches Antippen öffnet, durch die einzelnen Seiten kann man durchwischen. Ein wohl Text symbolisierendes Icon rechts Unten öffnet die Bildbeschreibung und je einen Link zurück zum Artikel (der auch in der Titelleiste ist) und zu weiteren Fotostrecken. Zumindest bei meinem Samsung Galaxy i5800 mit Froyo (Android 2.2) funktionieren die Fotostrecken jedoch meistens nicht und zeigte mir meistens nur einen dunkelgrauen Hintergrund.

Die Börsenlinks auf der Startseite eröffnen Detailansichten zum DAX, DOW und zum Euro/Dollar Wechselkurs, Tippen auf Wetter öffnet eine Wetterkarte von Deutschand. Die Suche bezieht sich in beiden Magazinen auf das Onlineangebot, ein Suchen im Artikel ist leider nicht möglich. Videos werden auf dem Android im Querformat abgespielt, auf dem iPhone lässt es sich auch im Hochformat ansehen (mit entsprechend großem Trauerrand oben und unten).

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Die wahre Geschichte der Berliner Republik.

SPAM ist das Satireportal von SPIEGEL ONLINE. Hunderttausende Leser verfolgen mit Begeisterung die größte deutschsprachige Satireseite im Internet, darunter überpro-portional viele Bundestagsabgeordnete und Verteidigungsminister. Kein Wunder: Die Fotowitze über den Berliner Politbetrieb, die täglich die Seite eröffnen, gehören zu den beliebtesten und am meisten verschickten Artikeln von SPIEGEL ONLINE.

Dieses Buch versammelt die lustigsten Fotowitze der Berliner Republik aus den vergangenen fünf Jahren.

„Der Herr Minister würde sich freuen, wenn Sie ihm die Witze, in denen er vorkommt, einmal gesammelt vorlegen könnten.“ Pressereferent aus dem Bundesministerium für Verteidigung – Die lustigsten Fotowitze aus der Berliner Republik

SPON Apps im Vergleich mit der mobilen Webseite

Die Apps gleichen sehr stark der mobilen Variante der Webseite des SPON, was einige User zu einer negativ kritischen Bewertung der Apps kommen lässt. Tatsächlich scheint der Mehrwert wirklich nur marginal zu sein, speziell die „Pack & Go“ Option macht die Apps aber sehr interessant und das nicht nur für Pendler. Da bei der Webseite quasi jedesmal auch ein Overhead an Daten mitgeladen wird (Für jede Seite die Themenübersicht, die Rubriken und andere Kleinigkeiten). A propos Rubriken: jede Rubrik hat eine eigene Farbe und dieses Farbschema zieht sich durch die „normale“ SPON, die mobile SPON Seite und die beiden Apps. Dank der guten mobilen Umsetzung des SPON hätte es im Grunde tatsächlich nicht zwingend spezielle Apps für Android und iOS gebraucht, trotzdem kann man sie unter „nice-to-have“ einordnen.

 

SPON - iOS App - Pack & Go

SPON - iOS App - Pack & Go

SPON - Android App - Bericht

SPON - Android App - Bericht

 

SPON Apps im Android Market und auf iTunes

Spiegel Online für Android ist im Android Market erhältlich, die Spiegel Online App für iPhone, iPod und iPad auf iTunes. Auf beiden Plattformen wurde die App mit einem Schnitt von 3,3 (Android) und 3,5 (iTunes) von 5 bewertet. Bei Android wird mindestens Version 1.6 vorausgesetzt, bei Apple sollte es mindestens iOS 3.0 sein.  Die Androidversion trägt die Nummer 1.0., ist 445 kByte groß und lässt sich zumindest bei meinem Samsung nicht auf die SD-Karte verschieben, die iPhonevariante hat bereits die Versionsnummer 1.1.0 (laut Kundenbewertungen ging man sehr gut auf das Feedback der User ein) und ist knappe 1,3 MB groß.

 

SPON - iOS App - Fotostrecke

SPON - iOS App - Fotostrecke

SPON - iOS App- Fotostrecke

SPON - iOS App- Fotostrecke

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