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Was man als Papa so alles über Dinos lernt

Alles hat mit einem Allosaurus angefangen. Nun gut, es  hätte anfangen können, hat es aber nicht! Obwohl der Theropode aus dem Jura ganz hoch im Kurs steht, kamen ihm Andere zuvor. Mit bis zu zwölf Meter Länge war er einer der größten Raubsaurier seiner Zeit und ging, wie die eigentlich alle Theropoden, Zehengänger. Einer seiner Zeigtenossen war einer der ersten Saurier, in einer immer länger werdenden Liste von Dino- Flug- und Meeressauriern die als Schleichtier Zugang in unser Haus gefunden haben. Der Brachiosaurus, der seinen Namen seinen Vorderbeinen verdankt, die länger als seine Hinterbeine sind ist eben deshalb der “Armsaurier”. Der langhalsige Sauropode lebte ebenfalls im Jura, ernährte sich von Pflanzen und wurde vermutlich bis zu 44 Tonnen schwer! In Berlin steht im Naturkundemuseum mit Oskar ein komplettes Skelett dieser Spezies!
Während der Letztere von gigantischen Ausmaßen war, war der Compsognathus ein eher kleiner Bipede, der etwa so groß wie ein Truthahn war und ebenfalls im Jura lebte. Langer galt er als kleinster Dinosaurier überhaupt und bei einem 85 Zentimeter großem Exemplar das in Deutschland gefunden wurde, konnte man den Mageninhalt identifizieren: eine kleine Echse.

Mit knappen 75 Kilo war der “Dino mit der schrecklicken Kralle”, oder auch einfach Deinonychus, etwa so schwer wie ein Mensch. Der flinke Prädator aus der Kreidezeit revidierte das in der Wissenschaft vorherrschende Bild des schwerfälligen Dinosauriers. Die besagte Sichelkralle war bis zu 120 Millimeter lang und die Zehe, die sie trug, wurde beim Laufen über dem Boden gehalten. Dinosaurier lebten nur an Land, im Wasser waren die Meeressaurier, bzw. Plesiosaurier wohl die dominante Lebensform (die dann mit den Dinosauriern zusammen ausgestorben sind). Der Elasmosaurus, bzw. die falsche Rekonstruktion wird als Anlaß einer Rivalität zwischen zwei Paläontolgen gesehen: man hatte den Kopf an die Schwanzspitze montiert. Zwischen den Rippenknochen des vermutlich knapp 12 Meter lange Jäger aus der Kreidezeit hat man Überreste eines Knochenfisches gefunden, womit man davon ausgehen kann, dass das Tier ein schneller Jäger gewesen ist.

Im frühen Jura lebte der Fabrosaurus, von dem nur wenig bekannt ist. Vermutlich war es ein auf zwei Beinen laufender Herbivore, der etwa einen Meter lang wurde. Auf der heutigen Südhalbkugel wurden die Überreste des Giganotosaurus gefunden, ein Theropode aus der Kreidezeit.  Mit vier Metern Höhe und vermutlich acht Tonnen Gewicht gehört auch er zu den größten bekannten Raubtieren, der bisher größte gefundene Schädel ist fast 2 Meter lang. Der Herrerasaurus kann da nicht ganz mithalten:  insgesamt nur 3 bis 5 Meter lang jagte er seine Beute in der Trias.

Ähnlich wie die heutigen Wale war der Ichtyosaurus eine Gattung, die wieder ins Wasser zurückgekehrt ist. Interessant dabei die Analogie bzw Konvergenz in der Evolution: durch ähnliche Umweltbedingungen haben sich der Hai, die Fischechse (der Ichtyosaurier) und der Delfin stromlinienförmig entwickelt und sind auf den ersten Blick rein äußerlich sehr ähnlich. Während es Haie vermutlich schon seit 400 Millionen Jahren gibt, tauchten die bis zu zehn Meter langen Ichtyosaurier im Trias auf und starben in der Kreidezeit noch vor dem Massenausstreben der Saurier wieder aus. Wesentlich kleiner war der Juravenator, von dem in Bayern ein sehr gut erhaltens Skelett eines knapp 80 Zentimeter großen Jungtieres gefunden wurde. Wie der Name vermuten lässt  lebte der kleine Jäger im Jura. Ein weiterer Vertreter der Plesiosaurier war der mindestens neun Meter lange Kronosaurus, dessen Schädel den Laien an ein Krokodil erinnert. Gebiß und der große Schädel lassen vermuten, dass sich der Kreidebewohner eher von anderen Reptilien ernährt hatte.

 

Allosaurier

Allosaurier, neben Tyrannosaurus, Spinosaurus und Giganotosaurus einer der größten Raubsaurier

 

Der Lesothosaurier war ein Vogelbeckendinosaurier des Jura, der vermutlich sehr schnell laufen konnte. In Herden lebte der Maiasaurier, was so viel wie “gute-Mutter-Echse” bedeutet. Das zwei bis drei Tonnen und sieben Meter lange Tier lebte in der Kreidezeit, bei denen man weiß das sie in Kolonien brüten und mit ziemlicher Sicherheit auch ihre Jungen versorgt haben (die somit Nestlinge gewesen sind). Ob sich der Nodosaurus in der Nähe der Maiasaurusnester aufgehalten haben könnte, ist nicht bekannt. Die Funde liegen derzeit mehrere Millionen Jahre auseinander, aber auszuschliessen ist es nicht. Er zählt zu der Gattung der Ankylosaurier, die durch ihre Panzerung charakterisiert werden.

Eventuell zu unrecht als Eierdieb bezeichnet ist der Oviraptor, ein Theropode aus der Kreidezeit. Das erste Skelett wurden neben einem Gelege gefunden, weshalb angenommen wurde das er die Eier fressen wollte, heute geht man davon aus das es sich um das brütende Elterntier handelt. Ähnlich populär wie der Oviraptor ist sein Zeigenosse, der Pteranodon. Bis zu 1000 Funde dokumentieren dieses Tier, das eine Spannweite von 7, teilweise sogar bis zu 9 Meter hatte. Der Name bedeutet zahnloser Flügel, denn im Gegensatz zu anderen Flugsauriern hatte sein Schnabel, ähnlich wie die heutigen Vögel, keine Zähne. Noch größer war der Quetzalcoatlus, der es auf eine Spannweite von bis zu 14 Meter brachte, was ihn zu einem der größten flugfähigen Tiere der Erdgeschichte machte. Ungeklärt ist bei ihm jedoch die Frage ob er sich an Land auf zwei oder auf vier Beinen fortbewegt hat.

In der frühen Kreidezeit lebte der Raptorex und der Name ist schon ein Hinweis darauf, dass das 2,5 Meter lange Tier als Ahne eines anderen Raubsaurier gesehen wird. Der Stegosaurus ist mit seinem Stachelschwanz wohl einer der prominentesten Vertreter der Thyreophora, Dinosaurier die Rückenschilder trugen. Der Stachelschwanz dürfte mit ziemlicher Sicherheit der Verteidigung gedient haben, für die Knochenplatten auf dem Rücken gehen die Vermutungen zur Temperaturregelung, Verteidigung oder Brautwerbung.  Ebenfalls nicht gesichert ist, wie die Knochenplatten auf dem Rücken angeordnet waren. Der Tyrannosaurus Rex ist ein Karnivore aus der Kreide und erfreut sich nicht erst seit Jurassic Park großer Beliebtheit und dürfte in unserem Haus wohl der am häufigsten vorkommende Dinosaurier sein, ob als Kuscheltier, Schleich- oder Papofigur oder auch als App auf dem iPhone und dem Android. Entgegen der weit verbreiteten Meinung war der T-Rex nicht der größte Raubsaurier, dieser Titel wurde ihm unter anderem vom Giganotosaurus abgenommen.

Ein weitere Dino mit Sichelkralle war der Utahraptor, der bis zu 7 Meter lang wurde und vermutlich in Rudeln gejagt hat. Er wird zu den Dromaeosauridae gezählt und trug vermutlich ein Federkleid. Auch wenn er in Jurassic Park etwas zu groß dargestellt worden ist, erfreut sich der Velociraptor auch sehr hoher Bekanntheit. Ob der Sichelkrallenträger aus der Kreidezeit wie im Film auch im Rudel gejagt hat, ist nicht gesichert. Vermutlich besaß auch dieser Raptor ein Federkleid. Der Wannanosaurus war ein auf zwei Beinen laufender Pflanzenfresser der Kreidezeit, der zu den Pachycepahlosauria zählt. Diese Gattung zeichnet sich durch ein besonders flaches und verdicktes Schädeldach aus, dessen Funktion noch ungeklärt ist.

Der Xenoposeidon ist entgegen der Vermutung die sein Name hervorruft kein Meerssaurier, sondern ein Sauropode der Kreidezeit. Knochen wurden schon 1890 gefunden, wurde aber erst 2007 untersucht und lässt sich nicht ganz in die bisher bekannten Gattungen einordnen. Im Jura lebte der bis zu zwei Meter lange Yandusaurus, ein schneller, zweibeiniger Pflanzenfresser. Er hatte vier Zehen an den Füßen und fünf Finger an jeder Hand. Zum Abschluss gibt es nun noch einen Vertreter der Ceratopsia, ein Gattung die durch das starke Nackenschild charakterisiert wird: in der frühen Kreidezeit lebte der Zuniceratops, der etwa 3,5 Meter groß wurde und gegen seinen dreihörnigen nachkommen schon fast zierlich wirkte.

Mehr Infos im Dinosaurier-Blog oder auf Dinosaurier.info oder auf dinosaurier-info.de oder dinosaurier-interesse.de oder auch bei Calvin & Hobbes oder im Senckenbergmuseum oder oder oder … !

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