Zurüruck zum Inhalt

iPhone 4 iOS 4.x vs. Samsung Galaxy 3 i5800 Android 2.1 [Teil 1]

Lange Zeit wollte ich  mich nicht mit mobilen Telefonen anfreunden und war weit davon entfernt das zu sein, was man heute als „Early Adopter“ bezeichnet. Wirklich geändert hat sich das nicht, aber auch aus der zweiten Reihe heraus lässt sich vorzüglich über neue Technik freuen. Mein Einstieg in die Welt der Smartphones war ein iPhone der  3. Generation, das wurde später durch das Folgegerät ersetzt und dann wiederrum mit einem Samsung Galaxy 3 ergänzt (das iPhone nutze ich beruflich, das Samsung in erster Linie für meine private Nummer).

Fair vergleichen kann man die Geräte wohl nicht wirklich, kostet das eine doch dreimal so viel als das andere, aber man gewinnt zumindest einen Eindruck welche Funktion des einem Betriebssystems beim Anderen fehlen oder welche der eine Hersteller besser gelöst hat als der Andere.

Auch das ich schon länger das iPhone nutze macht den sowieso windschiefen Vergleich noch komplizierter, das sollte man sich bei diesem Vergleich immer wieder vor Augen führen.

Thunderbird, Mobile Me, Exchange, Outlook …

Einer der Hauptgründe mir ein Smartphone zuzulegen war (neben dem nicht ganz unwichtigen „Haben wollen“ Faktor) die Möglichkeit mein Adressbuch an mehreren Stellen pflegen zu können. Zugegeben, das habe ich davor nicht gemacht, aber der Spieltrieb und die Möglichkeit es tun zu können verdanke ich einen  mittlerweile extrem gut gepflegten Datenbestand (den ich nicht mit Facebook teile!). Damit das so bequem wie Möglich geht, habe ich mich für ein Exchange Konto entschieden. Diese Entscheidung, war jedoch nicht wirklich einfach: ursprünglich habe ich Thunderbird als Mail Client und das (nachladbar aber integrierte) Lightning (für die Terminverwaltung) genutzt. Schnell stellte sich heraus, das es keinen wirklichen einfachen Weg gab das Adressbuch und den Kalender synchron zu halten (selbst wenn man über iTunes geht muss man kleine Umwege gehen). Nach Versuchen mit iCal-Dateien (die dann wieder nicht jeder von mir genutzte Client schreiben konnte) stand ich vor der Wahl: Apples Mobile Me oder Microsofts Exchange. Letzten Endes entschied ich mich für das Microsoftprodukt, was spätestens mit der Ergänzung des Android definitiv die optimale Wahl war (aktuell gibt es wohl keinen Weg Mobile Me mit Android synchron zu halten: es gibt wohl Anleitungen, bei denen man über ein Google Konto geht, aber wirklich toll ist das nicht. Man hat die Daten dann zwar redundant über verschiedene Anbieter verteilt (was nicht zwingend ein Vorteil ist), aber der Abgleich funktioniert teilweise nur halbautomatisch).

Notizen? Aufgaben? Keine Synchronisierung mit Hausmitteln

Ein nette Feature von Exchange ist das Bereithalten von Notizen und Aufgaben. Weder mein iPhone noch das Samsung können das mit „Hausmitteln“. Beim iPhone habe ich mit dazu die App „iMExchange“ gekauft, die zwar nicht internationalisiert wurde, aber zumindest einen Teil der Exchangefunktionen um Aufgaben und Notizen erledigt. Für das Samsung habe ich bisher nur oberflächlich nach einem entsprechenden Tool gesucht. Da das iPhone ein Notizenprogramm anbietet (das mit Google und Mobile Me synchronisiert werden kann), wundert es, dass das noch nicht mit Exchange funktioniert. Weder beim Upadte auf iOS 4.2 bzw. 4.3 wurde daran gedacht, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zum Schluß.

Einrichten der Exchangekonten

Bei beiden klappte die Einrichtung des Exchangekonto relativ einfach, auf dem iPhone aber gefühlt noch eine Spur einfacher: bei der richtigen Angabe von Domain bzw. Server am Galaxy 3 musste ich ein paar mal verschiedene Varianten probieren, bzw. habe ich selbst Online nicht sofort Hilfe gefunden. Letzteres mag aber wohl auch daran liegen, dass der Anteil der Exchange-Nutzer auf dem iPhone größer sein dürfte als auf Android, aber das ist nur eine Vermutung.

Bei beiden lässt sich Auswählen was synchronisiert werden soll: E-Mails, Kontakte und oder der Kalender. Beim iPhone bin ich mir auch sicher, dass der Import des iPhoneadressbuches in Exchange angeboten wird. Beim Android hingegen sollte man etwas genauer hinschauen welches Konto welche Daten abgleichen darf, sonst hat man Termine aus dem einem Konto schnell mal in einem anderen Konto stehen.

Mailprogramm, Adressbuch und Kalender

Auf beiden Telefonen nutze ich die Standardprogramme für E-Mail, Kontakt und die Termine und nicht nur weil das Display größer ist, ist das Arbeiten mit dem iPhone angenehmer (okay, das Galaxy 3 ist auch vom Prozessor her etwas schwächer auf der Brust): die Oberflächen wirken etwas durchdachter (wobei mir die horizontale, scrollbare Tableiste für die Ordner des E-Mailfaches wirklich gut gefallen) und irgendwie auch aufgeräumter. E-Mails werden auch angenehmer gerendert.

Dem Standardkalender von iOS fehlt die Wochenansicht, aber auch das steht schon lange auf der Wunschliste der iPhonenutzer. Termine (auch  mit Wiederholungen) lassen sich auf beiden Systemen einfach einrichten.

Beim synchronisieren der Kontakte hat Android zunächst gezickt: die Daten behielten den alten Stand und auch das manuelle Anstoßen des Abgleichs brachte keinen Erfolg. Erst eine Suche im Netz brachte mir den (mittlerweile) vergessenen Hinweis, so das ich mittlerweile auch auf dem Samsung aktuelle Adressen habe.

i5800 und iphone 4

… geben sich zumindest hier nicht allzu viel. Ein Android auf Augenhöhe mag da die marginalen Unterschiede noch kleiner werden lassen, beide bevorzugen aber von Haus aus Mobile Me bzw die entsprechenden Dienste von Google. Wer in „allen Welten“ gleichzeitig sein will, muss ggf. mit der einen oder anderen Krücke leben.

Ein Trackback/Pingback

  1. […] Weiter geht es mit dem (etwas unfairen) Shootout zwischen meinem Galaxy 3 und meinem iPhone 4! Im ersten Teil habe ich über meine Erfahrungen mit der Exchange-Synchronisation von iOS 4.x und Android 2.1 […]

Einen Kommentar schreiben

Ihre Email wird NIE veröffentlicht oder weitergegeben. Benötigte Felder sind markiert *
*
*